Ozone Zephyr
Es sind die typischen Tage im Sommer. Die ersten Stunden geht gar nichts, doch wenn sich das Land weit genug erhitzt hat, kommt sie doch, die leichte Brise. Wie oft bewegt sich so wenig, dass man nur mit speziellem Leichtwind-Material vernünftig Spaß haben kann? Es gibt nach unten eine recht scharfe Grenze des Machbaren, was Kitesurfen bei Leichtwind angeht. Für die meisten ist nicht der letzte mühsam erkurbelte Knoten wichtig, denn letztendlich zählt nur eins: Möglichst früh wirklich Spaß haben und vielleicht auch schon erste Tricks zaubern können. Eben entspanntes Kiten und einen Schirm, der dann noch Freude bringt, wenn der Wind dann zunimmt.
Es ist nicht so, dass Ozone hier irgendwelche Wundermaterialien zur Gewichteinsparung einsetzen würde. Vielmehr wurde die ganze Konstruktion von Beginn an auf 17 Quadratmeter ausgelegt und die Materialwahl für diesen Einsatzzweck angepasst. Das Profil arbeitet effektiv erzeugt nur wenig Querkräfte. Um ein direktes Handling zu begünstigen hängt der Zephyr an einer Waage ohne jede Rolle. Passend zum Kite wurde die Bar mit 27 Meter Leinenlänge ausgestattet, ein guter Kompromiss zwischen Direktheit und Lowend. Schließlich vereinfachen längere Leinen das Kiten bei weniger Wind merklich. Weniger als 25 Meter würden somit keinen Sinn machen. Jenseits der 30 Meter werden Kites jedoch durch das große Windfenster oft etwas indirekt. Speziell für diejenigen, die am Tubekite-System auch im unteren Windbereich festhalten wollen oder solche, die nicht einfach 2000 Euro für einen Kite ausgeben können, ist das Produkt einen Test wert.
Elf Monate und etliche Generationen von Prototypen soll die Entwicklung des Zephyr gedauert haben. Angefangen von der Wahl der richtigen Größe bis hin zum letzten Feintuning. Und man ist sich sicher, hier einen guten Griff gemacht zu haben. Und das nur, weil bei Races schon die Fahrer anderer Marken damit gesehen wurden. Ozone trennt sich daher auch von einem kurzen Produktzyklus. Der Zephyr läuft also zwei Jahre und nicht wie viele Kites nur eines. Im Übrigen ein Schritt, den immer mehr Kunden zu schätzen wissen. Schließlich fliegt man so zwei Jahre lang ein aktuelles Modell. Die Preise sind mit 1018 Euro Kite only und 1388 Euro mit Bar auch für einen großen Kite eher im unteren bis normalen Bereich. Ob sich nun der Slogan „You laugh, they cry“ bewahrheiten wird, das muss wohl jeder für sich selbst herausfinden. Was wir besonders toll finden: Der Schirm ist der wohl beste unhooked-Leichtwindkite.

